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Der Tod geiler Druckprodukte - Warum wir mehr absichern als beraten

Nach den Betriebsferien ist bei Thomas und Veit der Sack geplatzt: Anfragen explodieren, und beide ärgern sich, in der Flaute kein Personal gesucht zu haben – antizyklisch handeln kann jeder erklären, keiner macht es. Die BVDM-Konjunkturkurve zeigt im August steil nach oben, aber Thomas nutzt sie überhaupt nicht: Ein einziger neuer Kunde macht ihn von leer auf voll, und der Papierpreis ist ihm egal, solange das Auftragsbuch voll ist. Trotzdem lohnt der Blick auf Sappi und UPM: Die EU-Kommission hat starke Bedenken gegen das Joint Venture bei gestrichen holzfreien Papieren, und eine Papiermaschine braucht rund 92 Prozent Auslastung, um Qualität zu liefern. Ricoh druckt jetzt 800 Mikrometer – Anlass für Veits Wut auf den Zeitgeist, dass alles dicker werden muss. Das Kernthema aber ist Beratung, die keine mehr ist: 20-seitige Absicherungstexte wie beim Versicherungsberater.

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